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Volieren für Papageien – das sollte man beachten!

Papagei Volieren gibt es in den verschiedensten Ausführungen und Qualitätsstufen und sind für eine tiergerechte Unterbringung sehr wichtig. Sowohl das Design als auch das Baumaterial, die Wahl des Standorts und weitere Rahmenbedingungen innerhalb und rund um eine Voliere besitzen direkten Einfluss auf das Wohlbefinden der Papageien. Die Papagei Voliere soll eine Umgebung schaffen, die den Bewohner Schutz vor Raubtieren und äußeren Witterungsbedingungen bietet. Es ist allerdings auch wichtig, dass sie den Papageien Zugang zu frischer Luft und Sonnenschein gewährt.

Die ideale Voliere umfasst offene und geschlossene Bereiche, in denen die Vögel sich entweder im gut belüfteten sonnigen Bereich oder im geschlossenen geschützten Bereich aufhalten können. Letzere bietet dem Papagei Zuflucht und Privatsphäre. Volieren müssen groß genug sein, damit die Vögel vor konstanten Störungen von außen entkommen können und sich bei Stress in den geschützten Bereich zurück ziehen können.

Arten von Volieren für Papageien

Es existieren verschiedene Typen von Volieren für Papageien. Die drei wichtigsten zeigen wir hier kurz auf.

  • Innenvoliere: Eine Innenvoliere kann im Haus oder auf dem Balkon aufgestellt werden. Den Vögeln wird eine tierfreundliche Bleibe angeboten, befinden sich aber dennoch in unmittelbarer Nähe zum Halter.
  • Vogelzimmer: Ein bestimmtes Zimmer innerhalb des Hauses wird zum Aufenthaltsort der Papageien . Hier können sie schlafen, fressen und spielen. Der Nachteil ist allerdings das sie diesen Bereich als ihr Territorium erklären werden. Wenn der Inhaber zu den Papageien will muss er allerdings jedes Mal in ihr Territorium eindringen. Dies führt zu unnötigem Stress bei den Tieren.
  • Außenvoliere: Die Außenvoliere bietet den Papageien den meisten Platz. Aber gerade hier müssen einige Aspekte unter anderem bei der Bauweise beachtet werden, so dass die Tiere wirklich optimal vor Raubtieren und Witterung geschützt sind.

Tipps zu den Sitzstangen der Voliere

Eine Voliere für Papageien sollte darüber hinaus geeignete Sitzstangen besitzen: Die Verwendung von glatten kugelförmigen Stangen ist in der regel nicht empfohlen, da sie zu Fußdeformierungen führen können, wenn der Vogel immer mit der gleichen Krümmung der Füße die Stangen greift. Ferner generieren die üblichen Dübel Stangen nicht genug Reibung und Stimulation, so dass sich Anomalien und Schwielen entwickeln können.

Die Sitzstangen der Voliere sollten aus Ästen mit verschiedenen Durchmessern bestehen, da sie die natürliche Umwelt des Vogels simulieren und zur Erhaltung von gesunden Krallen beitragen. Sitzstangen sollten außerdem weit genug voneinander entfernt sein, um den Tieren maximale Bewegung zu ermöglichen. Sie sollten allerdings auch nicht zu nah am Ende der Voliere platziert werden, damit die Vögel nicht mit den Drähten oder Wänden in Berührung kommen und sich verletzten oder Schäden am Federkleid nehmen.

Schutz durch die richtige Verdrahtung

Volieren sollten so angelegt sein den Papageien Schutz vor Ratten, Mäusen, wilden Vögeln, Katzen und anderen Raubtieren zu bieten. Die ideale Voliere ist doppelt verdrahtet, wobei der Draht ca. 25 cm tief in der Erde vergraben wird oder direkt in ein 25 cm Betonfundament eingespeist wird. Vom Boden aus kann man außerdem bis zu einer Mindesthöhe von 75 cm ein Netz spannen, so dass die Papageien durch Katzen oder andere schleichende Raubtiere nicht traumatisiert werden.

Zwischen innerem und äußerem Draht sollte mindestens 5 cm Platz bestehen. Die Dicke und Maschenweite des Drahtes ist abhängig von der Größe der Papageien und der Papageienart. Für Kakadus und Aras sind dickere Drähte zu empfehlen. Eine Abdeckung aus Maschendraht mindestens 30 cm hoch über dem Dach einer Voliere verhindert, das Katzen und Raubvögel in direkten Kontakt mit den Papageien kommen. Der Tod durch Trauma ist einer der häufigsten Todesursachen für in Volieren gehaltene Papageien. Raubtiere wie Katzen, Eulen und Greifvögel können die Tiere leicht erschrecken und zu Panikflügen führen, die zu Verletzungen und schweren Traumata der Tiere führen können.

Bleilacke auf Draht und Wänden der Voliere sollten vermieden werden, da zum Teil über Bleivergiftungen von Papageien berichtet wird. Gleichermaßen sollte auch kein verzinkter Draht genutzt werden, da dieser ein hohes Maß an Schadstoffen enthalten kann.

Böden und Umgebung

Die Böden einer Voliere müssen leicht zu reinigen und durchlässig sein, damit keine bevorzugte Umgebung für Parasiten geschaffen wird. Ein Betonsockel mit einer Schicht sauberer Erde, Sand beziehungsweise Kies ist am geeignetsten für den Boden der Voliere  Die Materialien können am einfachsten ausgetauscht werden und durch den Betonsockel kann der Boden einfach abgewaschen und desinfiziert werden.

Es sollte alles dafür getan werden, dass eine angenehme Umgebung für die Papageien geschaffen wird. Eine nackte uninteressante Voliere kann die Vögel schnell langweilen und depressiv machen. Staubbäder bzw. Wasserbäder sollten installiert werden, da diese für routinemäßige Aktivitäten im Bereich der Pflege genutzt werden. Die spielen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Ektoparasiten und dem Zustand des Federkleides.

Holzwände und Sitzstangen bieten oft ein Umfeld für Parasiten, indem diese sich in Ritzen und Spalten verstecken können. Diese gesonderten Bereiche sollten von Zeit zu Zeit mit Insektiziden und Desinfektionsmittel behandelt werden.

Fütterung und Nistkästen

Futter- und Wasserstellen sollten gut verteilt sein, damit für alle Papageien, insbesondere für die untergeordneten Tiere, die Nahrungs- und Wasserzufuhr gewährleistet ist. Die Futter- und Wasserstellen sollten innerhalb der Voliere vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt sein.

Nistkästen sollten innerhalb der Voliere an verschiedenen Orten platziert werden. Ferner sollten diese dauerhaft in der Voliere platziert werden, so dass die Papageien, sobald die paarungsbereit sind, brüten können und die geeignete Zuflucht finden.

Reinigung der Papagei Voliere

Die Hygiene der in Gefangenschaft gehaltenen Papageien ist von größter Bedeutung für das Halten der Tiere in einer Voliere. Fäkale Verunreinigungen von Sitzstangen, des Bodens, der Wasser- und Nahrungsbehälter können zur Übertragung von Pilzen, Bakterien, Viren und Würmern führen. Wo natürliche Zweige als Sitzstangen verwendet werden, macht es ebenfalls Sinn diese häufiger auszutauschen.

Die Volieren der Papageien sollten in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, vorzugsweise mindestens einmal die Woche. Desinfektionsmittel sollten auf allen festen Oberflächen und Sitzstangen verwendet werden, wodurch bakterielle Ereger leicht beseitigt werden können. Die Böden sollten häufig geharkt oder gefegt werden um Kot und Einstreu zu entfernen. Die meisten Mikroorganismen gedeihen in dunklen feuchten Gebieten, in die das Sonnenlicht nicht durchdringen kann. Diese Bereiche sollten häufig gesäubert werden.

Nahrungs- und Trinkwasserbehälter sollten auf dem Boden platziert werden und nicht in der Flugbahn des Papageis oder unter Sitzstangen. Nahrungsbehälter und Wasser sollten in ein paar Positionen angeordnet werden, so dass alle Tiere Zugang haben. Diese müssten entleert und täglich gereinigt werden.

 

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